Grundlagen
Kreatin-Monohydrat: die am besten untersuchte Form
Kreatin-Monohydrat ist die Verbindung, mit der die überwiegende Mehrheit der wissenschaftlichen Studien zu Kreatin durchgeführt wurde. Diese Seite erklärt, was die Verbindung ausmacht und wie sie im Vergleich zu anderen Kreatin-Formen einzuordnen ist.
Was ist Kreatin-Monohydrat?
Kreatin-Monohydrat ist die kristalline Verbindung aus Kreatin und einem Molekül Kristallwasser. Es ist die in Nahrungsergänzungsmitteln am häufigsten verwendete Kreatin-Form. Kreatin selbst ist eine körpereigene Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung, die zusätzlich über tierische Lebensmittel – vor allem Fleisch und Fisch – aufgenommen wird.
Nahrungsergänzungsmittel mit Kreatin gelten lebensmittelrechtlich als Lebensmittel, nicht als Arzneimittel. Bevor ein solches Produkt in Deutschland erstmals in den Verkehr gebracht wird, ist beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Anzeige erforderlich. Das BVL prüft diese Anzeige nur formal auf Vollständigkeit und leitet sie an die zuständigen Landesbehörden weiter; die Verantwortung für die Sicherheit des Produkts liegt beim Hersteller, Inverkehrbringer oder Importeur.
Warum gilt Monohydrat als Referenzform?
Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden die meisten Studien zur Wirkung von Kreatin mit der Monohydrat-Form durchgeführt. Andere Verbindungen – etwa Kreatin-Hydrochlorid, Kreatin-Malat, Kreatin-Ester, Kreatin-Citrat oder Kreatin-Pyruvat – gelten laut dieser Einschätzung nicht als wirksamer, teilweise sogar als weniger wirksam, und sind durch deutlich weniger Sicherheitsdaten gestützt. Sie sind zudem meist teurer als Monohydrat. Ein genauerer Vergleich der einzelnen Formen steht auf der Seite Vergleich.
Zur Herkunft: Ein großer Teil des weltweit gehandelten Kreatins wird in Asien mit einem anderen Herstellungsverfahren produziert als in Europa, was sich auf den Reinheitsgrad auswirken kann. Näheres zur Einordnung von Reinheit und Herstellungsherkunft finden Sie auf der Seite Qualität.
Was belegt ist
Kreatin-Monohydrat ist die in der Forschung am häufigsten verwendete und am umfassendsten dokumentierte Kreatin-Form. Die lebensmittelrechtliche Einordnung als Nahrungsergänzungsmittel mit Anzeigepflicht statt Zulassungspflicht ist über die BVL-Angaben belegt.
Was offen bleibt
Für neuere, chemisch veränderte Kreatin-Verbindungen liegen insgesamt weniger unabhängige Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten vor als für Monohydrat. Einzelne dieser Verbindungen sind europarechtlich zudem unterschiedlich einzuordnen; die endgültige regulatorische Bewertung ist teilweise noch nicht abgeschlossen.
Was Sie prüfen können
Prüfen Sie auf der Verpackung, welche Kreatin-Form und welche Tagesverzehrmenge angegeben ist, und halten Sie sich an die Herstellerangabe. Bei gesundheitlichen Fragen zur Einnahme wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft.
Quellen
- Verbraucherzentrale – Kreatin: Wirkung, Risiken und was beim Kauf wichtig istVerbraucherzentrale, Einordnung von Kreatin-Formen und Herkunft
- BVL – NahrungsergänzungsmittelBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Anzeigeverfahren