Maximalkraft
5–8 % Steigerung der Maximalkraft in Metaanalysen mit kreatin monohydrat bei 3–5 g/Tag über 4 Wochen.
Eine detaillierte Darstellung der biochemischen Mechanismen, durch die kreatin die körperliche Leistung beeinflusst. Von der Phosphokreatin-Resynthese bis zur Zellvolumetrisierung.
Quantitative Ergebnisse aus Metaanalysen.
ATP (Adenosintriphosphat) ist der universelle Energieträger der Zelle. Die Muskelspeicher enthalten jedoch nur genug ATP für 1–2 Sekunden maximaler Kontraktion. Das Phosphokreatin-System liefert die schnellste Möglichkeit, ATP zu regenerieren: Die Kreatinkinase überträgt eine Phosphatgruppe von Phosphokreatin auf ADP. Dieser Vorgang ist schneller als Glykolyse oder oxidative Phosphorylierung.


Kreatin zieht osmotisch Wasser in die Muskelzelle. Diese Zellvolumetrisierung (cell swelling) ist kein bloßer ästhetischer Effekt. Studien deuten darauf hin, dass die erhöhte Zellhydratation als anaboler Stimulus wirkt: Die Zelle interpretiert die Schwellung als Wachstumssignal und steigert die Proteinsynthese, während der Proteinabbau gehemmt wird.
Das Gehirn verbraucht etwa 20 % des gesamten Energieumsatzes, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Phosphokreatin dient auch hier als ATP-Puffer. Studien deuten darauf hin, dass kreatin-Supplementierung das Arbeitsgedächtnis und die geistige Ermüdungsresistenz verbessern könnte, besonders unter Schlafentzug oder Stressbedingungen.

Von der EFSA bestätigte und in Metaanalysen belegte Wirkungen von kreatin.
5–8 % Steigerung der Maximalkraft in Metaanalysen mit kreatin monohydrat bei 3–5 g/Tag über 4 Wochen.
5–15 % Verbesserung der Arbeitsleistung bei wiederholten Sprintbelastungen (repeated sprint ability).
Erhöhung der fettfreien Körpermasse um 1–2 kg innerhalb von 4–12 Wochen durch Wassereinlagerung und verbesserte Trainingskapazität.
Schnellere Regeneration der Phosphokreatin-Speicher zwischen Belastungsintervallen. Studien deuten darauf hin, dass dies die Trainingsqualität verbessern könnte.
Detaillierte Antworten zu den Wirkmechanismen.
Erste messbare Leistungssteigerungen treten nach 2–4 Wochen regelmäßiger Einnahme auf. Mit einer Ladephase können die Phosphokreatin-Speicher bereits nach 5–7 Tagen gesättigt sein. Die subjektive Wahrnehmung variiert stark individuell.
Nein. Sogenannte "Responder" zeigen stärkere Effekte als "Non-Responder". Personen mit niedrigen basalen kreatin-Spiegeln (z. B. Vegetarier) profitieren tendenziell stärker. Auch der Anteil an Typ-II-Muskelfasern beeinflusst das Ansprechen.
Die primäre Wirkung liegt im anaeroben Bereich. Bei reinen Ausdauerbelastungen ist der Effekt gering. Studien deuten darauf hin, dass kreatin bei intermittierenden Sportarten (Fußball, Basketball) mit wechselnden Belastungsintensitäten vorteilhaft sein könnte.
Eine häufig zitierte Studie (van der Merwe, 2009) berichtete über erhöhte DHT-Spiegel. Diese Ergebnisse konnten in nachfolgenden Studien nicht konsistent repliziert werden. Systematische Reviews finden keinen klinisch relevanten Einfluss auf Testosteron oder DHT.
Kreatin erhöht die Trainingsintensität, was den Kalorienverbrauch steigern kann. Es gibt Hinweise, dass die erhöhte Muskelmasse den Grundumsatz leicht anhebt. Kreatin ist jedoch kein Fettverbrenner im klassischen Sinn.
Dosierungsempfehlungen, Einnahmehinweise und mögliche Nebenwirkungen.