Kraftsteigerung
Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining. Metaanalysen zeigen 5–8 % Zunahme der Maximalkraft innerhalb von 4 Wochen.
Kreatin monohydrat (C₄H₉N₃O₂ · H₂O) ist die monohydrierte Form von kreatin mit einer molaren Masse von 149,15 g/mol. Der Monohydratkristall enthält 87,9 % reines kreatin und 12,1 % Kristallwasser. Die Biosynthese erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird in den Nieren Guanidinoacetat aus Arginin und Glycin gebildet, anschließend methyliert die GAMT in der Leber dieses Zwischenprodukt zu kreatin.


Die Geschichte des kreatins beginnt 1832, als der französische Chemiker Michel Eugène Chevreul eine neue Säure aus Fleischextrakt isolierte und sie nach dem griechischen Wort kreas (Fleisch) benannte. Justus von Liebig bestätigte die Entdeckung 1847 und stellte fest, dass Wildfleisch mehr kreatin enthält als Fleisch von Haustieren.
Die folgenden Effekte sind durch Metaanalysen und die EFSA-Bewertung wissenschaftlich abgesichert.
Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining. Metaanalysen zeigen 5–8 % Zunahme der Maximalkraft innerhalb von 4 Wochen.
Die erhöhte Phosphokreatin-Verfügbarkeit ermöglicht eine schnellere ATP-Regeneration zwischen Belastungsintervallen.
Kreatin zieht Wasser in die Muskelzelle (Zellvolumetrisierung). Studien deuten darauf hin, dass dies die Proteinsynthese stimulieren könnte.
Die ISSN bezeichnet kreatin als das sicherste leistungssteigernde Supplement. Über 500 Studien bestätigen die Verträglichkeit bei empfohlener Dosierung.
Daten aus Metaanalysen und der EFSA-Bewertung.
Häufig gestellte Fragen speziell zu kreatin monohydrat.
Kreatin monohydrat ist die einzige Form mit einem von der EFSA zugelassenen Health Claim. Es hat die breiteste wissenschaftliche Datenbasis (über 700 Studien) und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Neuere Formen wie HCL oder Kre-Alkalyn konnten in kontrollierten Studien keine Überlegenheit nachweisen.
Creapure ist eine in Deutschland hergestellte kreatin-monohydrat-Marke der AlzChem Trostberg GmbH. Sie garantiert eine Reinheit von 99,99 % und wird durch HPLC-Analytik auf Verunreinigungen wie Kreatinin, Dicyandiamid und Dihydrotriazin geprüft.
Bei einer Ladephase (4 x 5 g/Tag über 5–7 Tage) sind die Phosphokreatin-Speicher nach etwa einer Woche gesättigt. Ohne Ladephase dauert es 3–4 Wochen bei 3–5 g/Tag. Erste messbare Leistungssteigerungen treten typischerweise nach 2–4 Wochen auf.
Eine zyklische Einnahme (z. B. 8 Wochen an, 4 Wochen Pause) ist nach aktuellem Forschungsstand nicht notwendig. Die körpereigene Produktion normalisiert sich nach Absetzen. Die ISSN empfiehlt eine kontinuierliche Einnahme von 3–5 g/Tag.
Synthetisch hergestelltes kreatin monohydrat (wie Creapure) wird aus Sarcosine und Cyanamid gewonnen, nicht aus tierischen Quellen. Es ist daher für eine vegane Ernährung geeignet.